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Die Herausforderungen der Lagerverwaltung im E-Commerce

17.10.2019

Wir als Verbraucher nutzen ganz selbstverständlich Smartphone, Laptop oder Tablet, um unsere Waren für das tägliche Leben zu bestellen. Unsere Anforderungen und Erwartungshaltungen dem E-Commerce gegenüber steigen dabei stetig. 

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Für einige Handelsunternehmen ist es dabei immer schwieriger, sich im harten Wettbewerb durchzusetzen. Marktplätze wie Amazon und Alibaba dominieren den Onlinemarkt nicht nur durch die Produktvielfalt, sondern auch durch ausgereifte Services. Wohl dem, der in einem Nischenmarkt Artikel vertreibt und auch durch spezielle Services und Beratung glänzen kann. Schwachstellen darf man sich im Online-Geschäft nicht mehr leisten und abgesehen vom Preis, ist die Geschwindigkeit und Liefertreue der Ware eines der Hauptkriterien für Kunden: Mit den erhöhten Kundenansprüchen steigen auch die Herausforderungen der Logistik im E-Commerce und damit unumgänglich ist ein vernünftiges Lagerverwaltungssystem.

Die Sieben R der Logistik

Zieht man sich die Sieben-R der Logistik zur Hand, so heißt es: „Das richtige Produkt im richtigen Zustand zur richtigen Zeit in der richtigen Menge zu den richtigen Kosten mit den richtigen Informationen am richtigen Ort.“ Also doch alles ganz einfach! Oder vielleicht doch nicht?

Viele Online-Händler verfügen heutzutage über ein sehr breites Sortiment von hunderten bis hin zu abertausenden unterschiedlichsten Artikeln in den verschiedensten Mengen- und Größengerüsten. Und dabei immer mit direktem Kontakt zum Kunden, dem großen Unbekannten in der Gleichung, der eben nicht immer hundertprozentig prognostizierbar bestellt. Heutige Lagerverwaltungssysteme müssen daher weit mehr leisten können, als lediglich Ware zu verbuchen und Lagerplätze zu verwalten.

Flexibilität ist dabei eines der Schlagwörter. Was heute noch hip und angesagt ist, kann morgen bereits ein Ladenhüter sein. Und was auf das Konsumverhalten zutrifft, schlägt natürlich bis hin zu den intralogistischen Prozessen durch und erfordert somit ein ständiges Prüfen und Gegenüberstellen von Ist- und Soll-Werten. Nicht selten ist es dann eben der Fall, dass der Ablauf von gestern nicht mehr ideal passt und durch eine neue Herangehensweise ersetzt werden muss.

Somit ist eine Herausforderung an ein gutes Lagerverwaltungssystem, dass es bereits im Standard eine Vielzahl an Konfigurationsmöglichkeiten bietet, sei es im Bezug auf Abläufe im Warenein- und Warenausgang, sowie beispielweise der Lagertopologie. Außerdem können so nicht zuletzt Kosten gespart werden, insofern nicht aufwendige Sonderprogrammierungen realisiert werden müssen und darüber hinaus die Release-Fähigkeit der Software erhalten bleibt.

Was zeichnet ein gutes Lagerverwaltungssystem für den E-Commerce aus?

Entlang des intralogistischen Warenflusses beginnen die Vorteile eines guten Lagerverwaltungssystems für den E-Commerce schon vor dem Wareneingang. Bestellungen können bequem und äußerst nativ manuell angelegt werden. Dabei ist es möglich, Chargen und MHDs zu berücksichtigen, ebenso wie Seriennummern. Aber auch der Weg, Bestellungen über eine Schnittstelle, z.B. vom übergeordneten ERP-System, zu empfangen, was schließlich bei vielen Händlern Gang und Gebe ist, ist durch Standardschnittstellen zu vielen Systemen, ohne weiteres zu gehen.

Hinterlegen von Stammdaten

Das automatische Hinterlegen von Stammdaten wie Höhe, Breite, Länge und Gewicht der Artikel kann durch Schnittstellen zu externen Gewerken sichergestellt werden, wie auch das manuelle Einpflegen direkt im Lagerverwaltungssystem selbst. Es wird besonders großer Wert daraufgelegt, den Mitarbeiter vor Fehlern zu bewahren, die sich durch den ganzen Prozess der Intralogistik ziehen könnten. Artikel können nur dann systemseitig weiterverarbeitet werden, wenn alle nötigen Stammdaten hinterlegt wurden (hier besteht auch die Möglichkeit, Plausibilitätsprüfungen einzubauen). Außerdem können Benutzergruppen mit unterschiedlichen Berechtigungen hinterlegt werden.

Einlagerung der Ware

Die Einlagerung der Ware erfolgt im Regelfall systemgeführt. Dafür werden im Vorhinein Strategien hinterlegt, die sowohl die, falls vorhanden, unterschiedlichen Lagerbereiche, mit ihren einzelnen Merkmalen (u.a. Höhenklasse, Maximalgewicht oder auch Kompatibilität für die Aufnahme bestimmter Ladeeinheiten), aber z.B. auch ABC-Zonen oder die Statik von Regalen berücksichtigen. Selbstverständlich ist auch eine manuelle Lagerplatzsuche, also eine Einlagerung auf Sicht, möglich und auch kombinierbar. Ebenso wird, wie später auch bei der Kommissionierung, bei der Einlagerung auf die Effizienz geachtet, sodass die Möglichkeit besteht auch mehrere Ladeeinheiten mit einer Fahrt einzulagern, falls dies die Ladeeinheiten respektive die Fördermittel zulassen.

Optimierte Artikellagerung

Die Lagerung der Artikel kann mit einem guten Lagerverwaltungssystem durch Konsolidierungsvorschläge und, falls vorhanden, Nachschubaufträgen von Bevorratungsbereichen zu Kommissionierbereichen, in folgendem Sinne optimiert werden: Nach zuvor definierten Kriterien werden die Lagerplätze ideal ausgelastet. Somit werden die Kommissionierwege im Warenausgang automatisch möglichst kurzgehalten. Dies reduziert die Kommissionierdauer, also die Gesamtzeit, die benötigt wird, um die Aufträge versandfertig zu machen. Somit wiederum wird der Servicegrad für den Endkunden erhöht, am dem die Ware schneller versandt werden kann.

Außerdem unterstützen aktuelle Lagerverwaltungssysteme alle gängigen Inventurarten, wie Stichtags- und Stichprobeninventur, sowie eine permanente Inventur oder Teilinventuren.

Auftragstypen im Lagerverwaltungssystem

Beginnend damit, dass heutzutage die unterschiedlichsten Auftragsarten in ein Lagerverwaltungssystem eingehen, kann zwischen Single- und Multi-Order-Aufträgen unterschieden werden. Ebenso sind Single-Piece-Orders von anderen Aufträgen heraustrennbar, um für diese einen effizienteren Ablauf zu schaffen. Aber egal wie die Auftragstypen auch aussehen mögen, Ziel ist es immer, möglichst wegeoptimierte Kommissionierfahrten mit einer minimalen Anzahl an Lagerplatz-Anfahrten zu gewährleisten, um einen möglichst schnellen Warenausgangsprozess sicherzustellen. Gerade dieser Bereich ist besonders zeitkritisch, da der Kunde auf seine bestellte Ware warten muss. Ob es sich dabei dann bei Multi-Order-Aufträgen um ein Karton-Direktpicking handelt, oder um eine zweistufige Kommissionierung, also mit anschließender Sortierung an das Kommissionieren, ist dabei genauso konfigurierbar, wie das Instrument der Information. MDT-Geräte, die per Datenfunk mit dem System verknüft sind, können genauso integriert werden, wie ein Pick-by-Voice-System, Pick-by-light bzw. Put-to-light-Systeme, Datenbrillen oder auch der klassische Kommissionierzettel.

Auch beim oben angesprochenen Sortieren von ggf. anfallenden Multi-Order-Kommissionierungen bietet ein Lagerverwaltungssystem die Möglichkeit, über passende Dialoge zu unterstützen, sei es am MDT-Dialog oder am Desktop.

Übersichtlichkeit im Versandprozess

Eine benutzerfreundliche Packoberfläche ermöglicht dem Mitarbeiter einen raschen Überblick über zu verpackende Waren zu erlangen. Somit kann er schnell die Ware verpacken, Lieferschein und sonstige Beilagen vereinen und das Paket in Richtung der diversen Versanddienstleister befördern. Außerdem bietet ein gutes Lagerverwaltungssystem auch eine Schnittstelle zu einem Versandsystem, oder im Idealfall sogar ein integriertes Versandsystem. Fest steht, dass die Intralogistik nur der erste Schritt in der Versandkette ist. Nicht nur der Warenfluss, sondern auch der Informationsfluss müssen weitergehen, damit der richtige Kunde sein Paket bekommt und auch darüber informiert wird, wann es bei Ihm ankommt.

Abschließend lässt sich feststellen, dass es wieder einmal, wie so häufig in der heutigen Zeit, ein „Stück“ Software ist, dass die komplexen Aufgaben miteinander verbindet und entsprechend taktet. Der Kunde, der zu Hause vor dem Laptop, Tablet oder Mobiltelefon sitzt und seine Bestellung vornimmt, bekommt gar nicht mit, wieviel Arbeit und Logik eigentlich hinter seiner Bestellung steckt. 

Fazit zu den Herausforderungen im E-Commerce

Eines ist sicher. Die Anforderungen und Erwartungshaltungen im E-Commerce werden sicherlich noch weiter steigen und Faktoren wie Nachhaltigkeit geben dem Thema noch ein paar Variablen mehr in die Gleichung. Wenn Sie wettbewerbsfähig bleiben möchten, dann benötigen Sie ein Lagerverwaltungssystem, das diesen Anforderungen gerecht wird. Profitieren Sie von unseren Erfahrungen im E-Commerce und kontaktieren Sie uns.

Wir beraten Sie unverbindlich bei der Auswahl des richtigen Lagerverwaltungssystems, das auf Ihre Ansprüche zugeschnitten wird.

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