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Logistik IT: 5 Fragen zum Cloud Computing

07.11.2019

In den letzten Jahren hat sich der Übergang von der traditionell installierten Unternehmenssoftware bis hin zur Bereitstellung in der Cloud beschleunigt.

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Laut dem Cloud-Monitor 2018 von Bitkom verwenden bereits zwei von drei der deutschen Unternehmen Cloud Computing. Weitere 21 Prozent planen den Einsatz von Cloud Computing. Doch die immer häufiger kommunizierte IT-Strategie „Cloud first“ wirft bei der Umsetzung einige Fragen auf.

Was ist Cloud Computing?

Im Cloud-Computing-Modell ermöglicht der Anbieter webbasierten Zugriff auf Anwendungen und die dafür benötigten IT-Ressourcen auf Abruf. Sie kaufen also keine Lizenzen, sondern bezahlen eine monatliche Servicegebühr abhängig vom Funktionsumfang. Der Anbieter übernimmt die Verantwortung für alles, einschließlich Server, Speicher, Backups, System-Updates, Anwendungen, Datenbanken und Support. Dadurch entfällt für Kunden die Notwendigkeit, IT-Infrastruktur zu kaufen, bereitzustellen und zu verwalten. Die Cloud-Dienste werden in den Kategorien Software-as-a-Service (Saas), Infrastructure-as-a-Service (IaaS) oder Plattform-as-a-Service (PaaS) angeboten.

Worin besteht der Nutzen der cloudbasierten Lösungen für die Logistikprozesse?

Als wichtigste Vorteile im Cloud Computing gelten die schnellere Skalierbarkeit von IT-Leistungen, mobiler Zugriff auf Ressourcen sowie höhere Verfügbarkeit und Performance der Anwendungen. Betriebswirtschaftlich gesehen ist das einfach eine Make-or-Buy-Entscheidung.  

Bei einigen Entscheidern im Logistik-Umfeld wird dies noch immer kritisch gesehen, obwohl zum Beispiel auch Warehouse Management Lösungen jetzt im Cloud-Delivery-Modell ausgereift zur Verfügung stehen. Neben der Zuverlässigkeit und der Verfügbarkeit spielt die Sicherheit eine große Rolle. Im Fokus stehen damit insbesondere die verschiedenen Bereitstellungsoptionen für solche Anwendungen in der Cloud. Im Folgenden stellen wir Ihnen die drei wesentlichen Möglichkeiten vor:

Public, Private oder doch On-Premise?

Im Cloud-Computing gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Infrastruktur und die Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Die drei wesentlichen sind die Private Cloud, die Public Cloud und die Hybrid Cloud:

Eine Private (oder Corporate) Cloud ist, wie der Name schon verrät, eine geschlossene Plattform, die nur von einem Unternehmen oder allgemein einer Organisation genutzt wird. Sie wird zumeist im eigenen Rechenzentrum gehostet (was die entsprechende Hardware erfordert), kann aber ebenso von einem externen RZ-Dienstleister betrieben werden. Das System ist Ihr „privates“ System, das heißt, Sie können damit im Wesentlichen alles machen, was Sie mit Ihrem On-Premise System auch machen können (insbesondere Customizing, Erweiterungen und Modifikationen).

Bei der Public Cloud hingegen teilen sich verschiedene Organisationen oder Cloud-Mandanten bei der Nutzung der Dienste dieselben IT-Ressourcen. Dies bedeutet z.B. für eine Warehouse Management Lösung, dass man ein vorkonfiguriertes System mit Best Practice-Prozessen nutzen kann, die sich jedoch nur noch sehr eingeschränkt kundenindividuell anpassen lassen. Dafür bekommt die Software regelmäßige Updates, die alle Kunden nutzen können.

Eine Hybrid Cloud ist eine Kombination von Private und Public Cloud, bei der jede Organisation selbst entscheidet, welche Dienste sie in die öffentliche Cloud migrieren möchte und welche in der privaten Cloud gehostet werden sollen.

Was ist nun die richtige Bereitstellungsform? Als Faustformel gilt: Bilden Sie wettbewerbskritische Prozesse nach wie vor durch spezialisierte Anwendungen in einer Private Cloud oder On-Premise ab. Prozesse, die bei Ihnen keine Wettbewerbsvorteile darstellen, können mit Standardsystemen unterstützt werden, die als Public Cloud Lösungen bereitgestellt werden.

Was kostet die Cloud?

Die Anschaffung, der Support und die Aufrechterhaltung der IT-Prozesse ist eine große Herausforderung. Mit dem Cloud-Computing stehen Dienste On-Demand zur Verfügung, so dass sich Kostenvorteile ergeben können. Bei der Bewertung ist es jedoch unerlässlich, die Total Cost of Ownership (TCO) - einschließlich der direkten und indirekten Kosten - zu verstehen. Die folgende Tabelle gibt dazu einen ersten Überblick:

Komponente

On-Premise

Cloudbasiert

Lizenzmodell

Fortwährend

Monatlich

Serverhardware

Muss vom Kunden beschafft werden.

In der Nutzung inbegriffen.

Betriebssystemlizenzen

Muss vom Kunden beschafft werden.

In der Nutzung inbegriffen.

Softwarelizenzen

Muss vom Kunden beschafft werden.

In der Nutzung inbegriffen.

Wartungsgebühr

18-22% der Lizenzkosten

In der Nutzung inbegriffen.

IT-Betrieb

Muss vom Kunden beschafft werden.

In der Nutzung inbegriffen.

Betriebskosten

Muss vom Kunden beschafft werden.

In der Nutzung inbegriffen.

 

Ein wichtiger Effekt bei der Nutzung von Cloud-Lösungen: Als Unternehmen können Sie sich auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren und Ihre Ressourcen in neue Geschäftsfelder oder in die Weiterentwicklung Ihrer Mitarbeiter investieren. In vielen Unternehmen werden bis zu 70 Prozent des typischen IT-Budgets allein dafür ausgegeben, sicherzustellen, dass das Unternehmen betriebsbereit bleibt, wie z.B. die Server am Laufen zu halten oder Upgrades durchzuführen.

Wie sicher sind Cloud-Lösungen?

Die Frage nach der Sicherheit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit Ihrer Daten ist bei jeder Anwendung, die Sie betreiben, kritisch zu beleuchten. Beim Cloud-Computing trägt einen großen Teil des Risikos und der Haftung der Service Provider. Nicht nur deshalb haben die meisten Cloud-Provider Sicherheitsrichtlinien, die weitaus strenger sind, als die von internen IT-Abteilungen vieler Unternehmen. Bei der Suche nach dem richtigen Anbieter sollte auf die ISO/IEC-Normen 27001 (Security Management) und 90001 (Qualitätsmanagement) geachtet werden. Sie sind wichtige Qualitätssiegel für Cloud-Provider.

Blicken Sie in die Zukunft und erfahren Sie mehr über die cloudbasierten Logistiklösungen von inconso!

Fazit

Die Ressourcen, die für die Aufrechterhaltung und den Ausbau einer IT-Infrastruktur zur Unterstützung der Unternehmensprozesse benötigt werden, können enorm sein. Letztendlich geht es beim Cloud Computing jedoch nicht nur um die Rechenzentrums-Technologie. Es geht darum, Geschäftsprozesse zu optimieren, um Unternehmen und Mitarbeiter strategischer, reaktionsschneller auf Veränderungen und stärker auf das Kerngeschäft auszurichten. Beim Vergleich der Kosten in der Cloud ist es wichtig, die tatsächlichen Kosten beider Optionen genau zu beurteilen. Dabei ist es elementar, eine Einordnung Ihrer Anwendungen in „wettbewerbskritisch“ und „ohne Wettbewerbsvorteile“ vorzunehmen. Damit ist eine erste Entscheidungsgrundlage für die Bereitstellungsform dieser Anwendung auch in der Cloud gelegt.

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Kommentare

06.12.2019 | Christian Rößler

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